Also sprach Zarathustra — Friedrich Nietzsche
SAPIR 861
Also sprach Zarathustra
Friedrich Nietzsche · Licencia: Gemeinfrei · Fuente
- Wenn ich spielend in tiefen Licht-Fernen schwamm, und meiner Freiheit Vogel-Weisheit kam: - ¶2777
- Nie noch fand ich das Weib, von dem ich Kinder mochte, sei denn dieses Weib, das ich lieb: denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! ¶2781
- Denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! ¶2782
- Zarathustra, Von den Mitleidigen ¶2788
- Sonderlich die Menschen-Welt, das Menschen-Meer: - nach _dem_ werfe ich nun meine goldene Angelruthe aus und spreche: thue dich auf, du Menschen-Abgrund! ¶2799
- Mit diesen Worten wandte sich Zarathustra zum Gehen. Da sprach der Wahrsager: "Oh Zarathustra, du bist ein Schelm! ¶2840
- Einstmals - ich glaub', im Jahr des Heiles Eins - Sprach die Sibylle, trunken sonder Weins: `Weh, nun geht's schief! Verfall! Verfall! Nie sank die Welt so tief! Rom sank zur Hure und zur Huren-Bude, Rom's Caesar sank zum Vieh, Gott selbst - ward Jude!`" ¶2877
- Niemand sprach je so kriegerische Worte: `Was ist gut? Tapfer sein ist gut. Der gute Krieg ist's, der jede Sache heiligt.` ¶2883
- "Vergieb, sagte er zu dem Getretenen, der sich grimmig erhoben und gesetzt hatte, vergieb und vernimm vor Allem erst ein Gleichniss. ¶2893
- - wie da Beide auffahren, sich anfahren, Todfeinden gleich, diese zwei zu Tod Erschrockenen: also ergieng es uns. ¶2895
- Und doch! Und doch - wie wenig hat gefehlt, dass sie einander liebkosten, dieser Hund und dieser Einsame! Sind sie doch Beide - Einsame!" ¶2896
- - "Wer du auch sein magst, sagte immer noch grimmig der Getretene, du trittst mir auch mit deinem Gleichniss zu nahe, und nicht nur mit deinem Fusse! ¶2897
Open Scriptures Hebrew Bible (WLC), CC BY 4.0