Also sprach Zarathustra — Friedrich Nietzsche
SAPIR 861
Also sprach Zarathustra
Friedrich Nietzsche · Licence: Gemeinfrei · Source
- _Das_ nehme ich als das beste Zeichen: sie werden dankbar. Nicht lange noch, und sie denken sich Feste aus und stellen Denksteine ihren alten Freuden auf. ¶3504
- - Der Esel aber schrie dazu I-A. ¶3511
- - Der Esel aber schrie dazu I-A. ¶3513
- Er redet nicht: es sei denn, dass er zur Welt, die er Schuf, immer Ja sagt: also preist er seine Welt. Seine Schlauheit ist es, die nicht redet: so bekommt er selten Unrecht. ¶3514
- - Der Esel aber schrie dazu I-A. ¶3515
- - Der Esel aber schrie dazu I-A. ¶3517
- - Der Esel aber schrie dazu I-A. ¶3519
- - Der Esel aber schrie dazu I-A. ¶3521
- - Der Esel aber schrie dazu I-A. ¶3523
- - Der Esel aber schrie dazu I-A. ¶3525
- Und du selber, du alter Papst, wie stimmt Das mit dir selber zusammen, dass du solchergestalt einen Esel hier als Gott anbetest?" - ¶3531
- Es war eine Dummheit, was du thatest; wie konntest du, du Kluger, eine solche Dummheit thun! ¶3541
- "Oh Zarathustra, antwortete der kluge Zauberer, du hast Recht, es war eine Dummheit, - es ist mir auch schwer genug geworden." ¶3542
- "Es ist Etwas daran, antwortete der Gewissenhafte und legte den Finger an die Nase, es ist Etwas an diesem Schauspiele, das meinem Gewissen sogar wohlthut. ¶3544
- "Oh ihr Schalks-Narren allesammt, ihr Possenreisser! Was verstellt und versteckt ihr euch vor mir! ¶3560
- Und dass ich so viel bezeuge, ist mir noch nicht genug. Es lohnt sich auf der Erde zu leben: Ein Tag, Ein Fest mit Zarathustra lehrte mich die Erde lieben. ¶3578
- `War _Das_ - das Leben?` will ich zum Tode sprechen. `Wohlan! Noch Ein Mal!` ¶3579
- Kommt! Kommt! Kommt! Lasst uns jetzo wandeln! Es ist die Stunde: lasst uns in die Nacht wandeln! ¶3586
- - so heimlich, so schrecklich, so herzlich, wie jene Mitternachts-Glocke zu mir es redet, die mehr erlebt hat als Ein Mensch: ¶3589
- Ach! Ach! Der Hund heult, der Mond scheint. Lieber will ich sterben, sterben, als euch sagen, was mein Mitternachts-Herz eben denkt. ¶3596
- Dahin! Dahin! Oh Jugend! Oh Mittag! Oh Nachmittag! Nun kam Abend und Nacht und Mitternacht, - der Hund heult, der Wind: ¶3626
- Du Weinstock! Was preisest du mich? Ich schnitt dich doch! Ich bin grausam, du blutest -: was will dein Lob meiner trunkenen Grausamkeit? ¶3631
- "Was vollkommen ward, alles Reife - will sterben!" so redest du. Gesegnet, gesegnet sei das Winzermesser! Aber alles Unreife will leben: wehe! ¶3632
Open Scriptures Hebrew Bible (WLC), CC BY 4.0